Möttau im Laufe der Jahrhunderte
Die Chronik von Möttau  - aufgezeichnet v. Friedrich Jung (überarbeitete Version)
Teil 10: "Gemindutes Wittum"



Eigene Gerichtsbarkeit
Um 1300 bildeten die Dörfer Möttau, Altenkirchen und Hof Nassau ein eigenes Gericht.
Richter war um diese Zeit der Schultheiss Heinrich von Möttau (Mitti).
Die Richtstätte "das Galgenfeld" lag gegenüber dem Einhaus.
Das Feld heißt heute noch das "Galgenfeld".
Ob hier Hinrichtungen stattgefunden haben, lässt sich nicht mehr feststellen.

Witwensitz
1327 verschreibt Graf Gerlach die Güter zu Isenmitte (Möttau) seiner Frau Agnes, eine geb. Gräfin von Hessen, für ihr "gemindutes Wittum". "Gemindutes Wittum" heißt ein dem überlebenden Gatten gewidmetes Gut. Die Urkunde wurde unterzeichnet vom Schultheissen Heinrich von Möttau und einem Schöffen aus Altenkirchen.
Erweiterungen
Am 10. Juli 1335 erwarb Graf Gerlach von den Grafen Johann und Bernhard von Solms- Braunfels die ehemalige Fuldaer Herrschaft
Hausen, bestehend aus dem Mönchsgut Hausen im Schöffengrund (Solmstal) und dem Häuserwald in der Gemarkung Möttau.
Sicherungen
Graf Gerlach errichtete um 1327 als Sicherung gegen die Solmser Grafen die Wasserburg Grebenhausen. Sie lag unterhalb des heutigen Möttauer Forsthauses. Die Sicherung der Nordgrenze genügte den Nassauer Grafen noch nicht, denn Graf Gerlachs Enkel Philipp I. baute um 1390 am Unterlauf des Möttbachs eine Burg und nannte sie Philippstein.



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