Möttau im Laufe der Jahrhunderte
Die Chronik von Möttau  - aufgezeichnet v. Friedrich Jung (überarbeitete Version)
Teil 3: Alte Verkehrswege



Knotenpunkte
Es herrschte schon in vorchristlicher Zeit ein reger Verkehr in der Gegend um Möttau.
Am Einhaus kreuzten zwei für die damalige Zeit wichtige und stark frequentierte Straßen:
Die "Hessenstraße" und die "Köln-Frankfurter-Straße".
Die Hessenstraße, als Reise- und Handelsweg genutzt, führt vom Rhein weit nach Osten, und trifft in Möttau auf die Verbindung zwischen Köln und Frankfurt.
Diese beiden Städte waren zu allen Zeiten wichtige Städte der deutschen Geschichte.
Eine weitere gute "Verkehrsanbindung" war ein uralter Höhenweg, der bei Braunfels die Lahn überschreitet.
Er kommt als Hellweg aus dem Dilltal über die Bielerburg zur Lahn und führt dann als "Feuersleinweg" über die Winterburg, Braunfels an Philippstein, Altenkirchen und Möttau vorbei, immer dem Gebirgskamm folgend, in genau südliche Richtung, bis er etwa 1 km östlich von Möttau auf die Hessenstraße stößt.
Hier gabelt sich der Weg und sendet einen Strang an der heutigen Kreisgrenze vorbei, den anderen über den Buhlenberg, Heiligenwald und
Dietenhausen als "Kuhweg" nach dem Heidenkopf.
Hier treffen die beiden Wege wieder zusammen und folgen nun dem Südrande der Maar bis zur Siegfried-Eiche und gehen in die alte Wellerstraße über.
Das war die kürzeste Verbindung von der Dill zum Main.
Gerade diese günstige Verkehrslage macht das Gebiet um Möttau für die Herrscher so interessant und wichtig. Darin liegt auch der Grund, warum dieses begehrte Stück Land mehrfach die Besitzer wechselte.



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