Möttau im Laufe der Jahrhunderte
Die Chronik von Möttau  - aufgezeichnet v. Friedrich Jung (überarbeitete Version)
Teil 6: Die Regenten um das Jahr 1000



König Konrad I. starb am 23.Dezember 918, aufgerieben durch unglückliche Kämpfe.
Sein Leben war von einer Tragik überschattet:
Denn obwohl er selbst eine große politische Persönlichkeit war, trug er auf dem Sterbebett seinem Bruder Eberhard auf, die Königskrone seinem Todfeinde, dem Sachsenherzog,
Heinrich dem Vogler, anzubieten.
Denn ihn allein hielt Konrad I. für fähig, das Reich zu erhalten.
Die Geschichte sollte ihm Recht geben.
Heinrich I.
Die Regierungszeit Heinrichs I. gilt als der Anfang der deutschen Geschichte.
Er selbst nannte sich nie König und lehnte auch die Krönung durch die Kirche ab.
Sein Nachfolger war sein Sohn Otto I.
Otto I.
936 wurde dieser in Aachen zum König gewählt,
962 durch den jugendlichen Papst Johannes XII. im Rom zum deutschen Kaiser gekrönt.
Otto I., einer der Größten der deutschen Geschichte, hielt das Reich mit eiserner Strenge zusammen. Im Jahre 939 erhoben sich viele Vasallen (Herzöge) gegen ihn.
Unter ihnen auch sein Bruder Heinrich und Herzog Eberhard (der Bruder Konrads I.).
Unter ihnen auch sein Bruder Heinrich und Herzog Eberhard (der Bruder Konrads I.). Sie fürchteten unter seiner Regentschaft um ihre Selbständigkeit. Doch die Heere Ottos I. konnten sie bei Andernach vernichtend schlagen. Herzog Eberhard fand dabei den Tod. Sein Besitz wurde als Krongut eingezogen und fiel bis zum Jahre 1000 an das Bistum Worms und unterstand deren Vogtei. Nur der Wirtschaftshof von Weilburg (der Curtis) blieb Königsgut.
Im Jahre 1062 verzichtete Heinrich IV. auch darauf. Die Weilburger Liegenschaften wurden als Pfand an alle möglichen Herren verliehen; ein Umstand, der weitere Entwicklungen verhinderte.



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