Möttau im Laufe der Jahrhunderte
Die Chronik von Möttau  - aufgezeichnet v. Friedrich Jung (überarbeitete Version)
Teil 7: Der Beginn der Nassau-Weilburger



Um 1100 waren die Grafen von Nassau-Laurenburg Vögte des ehemaligen Krongutes. Begünstigt durch die politischen Verhältnisse hatten sie im ganzen Lahngau festen Fuß gefasst und schufen sich im Laufe der Zeit eine Hausmacht, die sich über Gebiete im Siegerland, über Herborn, Weilburg bis nach Wiesbaden hin erstreckte.
Walram I. kam als erster Vogt nach Weilburg.
(vgl.: Wissenswertes über Vögte )
Walrams Auftreten in Weilburg war der Anfang der Nassau-Weilburger Herrschaft, die bis 1866 dauerte.

Walrams Enkel, die Söhne Heinrichs d. Reichen, Walram II. und Otto I. teilten 1255 den Besitz. Walram II. erhielt den südlichen Teil mit Weilburg und Idstein,
Otto I. den nördlichen Teil. Er ist damit Stammvater der Nassau-Oranier, des späteren holländischen Königshauses.

Walrams Sohn Adolf   (deutscher Kaiser von 1292 - 1298)   kaufte 1294, außer einigen Patronatsrechten, alles zurück, was zuvor zu Weilburg gehört hatte und löste damit die Pfandschaft ab.
1295 erhob er Weilburg zur Stadt.
Adolf fand 1298 in der Schlacht bei Göllheim (westlich von Worms) gegen den Gegenkönig Albrecht von Österreich den Tod.
(Die Geschichte spricht von Mord)




Nach Dekan Vogel soll Walram I. im Jahre 1195 die Burg Freienfels im Weiltal gebaut haben; was aber wiederum von Hr. Dr. Herrmann MAY und anderen Historikern bestritten wird.



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