Möttau im Laufe der Jahrhunderte
Die Chronik von Möttau  - aufgezeichnet v. Friedrich Jung (überarbeitete Version)
Teil 9: Möttaus neue Besitzer



Der Graf von Gleiberg
Um 1150 treten zeitweise auch die Grafen von Gleiberg (bei Gießen) als Besitzer von Möttau und Altenkirchen auf.
Die Dörfer gehörten zum Bereich des Rualkapitels Wetzlar.
Der Graf von Solms-Braunfels
Die Grafen von Solms-Braunfels müssen die Dörfer Möttau und Altenkirchen vor 1317 an Weilnau verkauft haben, denn am 4. März 1317 unterzeichnet und siegelt die Gräfin von Weilnau eine Verkaufsurkunde des Rudolf von Möttau über in Möttau belegene Eigengüter.
Die Gräfin von Weilnau
Auch für Weilnau war Möttau wichtig, lag doch in der Gemarkung Möttau am Einhaus das Straßenkreuz der Köln-Frankfurter- und der Hessenstraße.
Aus diesem Grunde war auch schon Graf Gerlach darauf bedacht, die ehemaligen Solmser Dörfer in seinen Besitz zu bringen.
Es gelang ihm aber vorerst nur, eine Pfandschaft über Möttau und Altenkirchen zu erringen.
Probst von Gemünden
Am 23. Juni 1326 verpfändete Graf Heinrich von Weilnau seinem Neffen Siegfried von Runkel
(Probst von Gemünden) Burg und Stadt Weilnau mit den Dörfern Möttau und Altenkirchen.
Graf Gerlach
Schon am 1. November 1326 verkaufte der Probst dem Grafen Gerlach den gesamten Pfandbesitz.
Es ist anzunehmen, dass der Probst nur der Mittelsmann war, um den Pfandbesitz in die Hände des Grafen Gerlach zu bringen.

Erst am 22. Juli 1405 wurde die Pfandschaft durch den Grafen Heinrich von Weilnau und seiner Ehefrau Grete für den Grafen Philipp I. von Nassau-Saarbrücken in einen Erbkauf verwandelt.



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