Möttauer Skandal um 1850
Die Beschwerdeschrift des Orgelbauers Raßmann



In den Unterlagen, die von
Friedrich Jung ("Jungs Fritz") über Möttau gesammelt wurden, befindet sich auch ein Brief, den der Möttauer Orgelbauer Raßmann (weltbekannt sind seine Raßmann-Orgeln), an das herzogliche Amt in Weilburg schrieb. Darin beklagt er sich über die Zustände, wie sie damals um das Jahre 1850 in Möttau herrschten und wie man ihm dabei übel mitgespielt hat. Aus heutiger Sicht geben die beschriebenen Situationen eher zum Schmunzeln Anlass, zumal sie "im Zorn verfasst" scheinen und eine sehr persönliche Sicht widerspiegeln.
Jedoch darf man nicht übersehen, dass diese Schilderungen einen authentischen Bericht über das Zusammenleben in Möttau aus jener Zeit darstellen. Wir haben es nicht mit einem offiziellen, amtlichen Papier zu tun, welches nur eine Anhäufung von Tatsachen und Fakten ist. Vielmehr ist es eine ganz persönliche Darstellung über das Leben und Wirken der Möttauer Bürger untereinander, mit all ihren Stärken und Schwächen. Und darum stellt es ein kleines Schmuckstück innerhalb der uns überlieferten Unterlagen dar.













Dafür Dank an Friedrich Jung.
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