Interessensgemeinschaft Möttau führte zwei erfolgreiche Pilzwanderungen durch


Pilzwanderung Bild1   Beratung über den nächsten Fund

Möttau (hm) Zu einem vollen Erfolg wurden die beiden geführten Pilzwanderungen, die von der Möttauer Interessensgemeinschaft „Unser Dorf kann attraktiver werden“ an zwei Samstagnachmittagen durchgeführt wurden. Mit dem Rohnstädter Volker Hoffmann konnte ein guter Pilzkenner gefunden werden, der sich in all den Jahren zu einem Fachmann für die Gewächse gemacht hat.

An den beiden Samstagnachmittagen trafen sich weit über 20 meist Möttauer Bürgerinnen und Bürger am alten Backhaus. Ausgestattet mit gutem Schuhwerk, einem Korb sowie einem Messer ging es dann auf die etwa zweistündige Wanderung durch die Möttauer Gemarkung.

„Es gibt einen unglaublichen Artenreichtum, und teilweise sehen sich genießbare und ungenießbare Pilze zum Verwechseln ähnlich“ betonte Hoffmann. Pilze zu sammeln , sollte nie auf die leichte Schulter genommen werden. Man braucht alle Sinne: Das Auge, um den Pilz genau zu beachten und kleine verräterische Merkmale zu finden, die Nase, um einen typischen Geruch zu bestimmen, und den Tastsinn, um die Härte oder Biegsamkeit des gepflückten Objektes zu untersuchen“ . Trotzdem kann es auch bei Speisepilzen zu unangenehmen Wechselwirkungen kommen. Ein Vertreter der Tintlinge schmeckt zwar ausgezeichnet und ist gut bekömmlich – aber er blockiert zeitweise den Alkoholabbau in der Leber.


Pilzwanderung Bild2   "Ist da noch einer?"

Pilzwanderung Bild3   Pilze lieben die Feuchtigkeit. Sammler eher weniger

Dies könne dann dazu führen, dass einem selbst von einem Glas Wein tierisch schlecht werde, betonte der Pilzkenner. Gänzlich unbedenklich und leicht zu identifizieren sind Klassiker wie der Steinpilz und die sogenannten Rotfußröhrlinge, eine Gruppe von Pilzen, die einen roten Streifen am Fuß haben. Die Bezeichnung Pilz ist für das, was gesammelt wird strenggenommen falsch. Nur die Fruchtkörper der Pilze ragen aus dem Boden. Der eigentliche Pilz wächst teilweise meterweit unter dem Boden. Beim Abschluß in der Gaststätte „Zum Waldhorn“ saß die „Pilzwandertruppe“ dann gemütlich beisammen.

Hier wurden Fragen „Rund um die Pilze“ erörtert und aufgrund des großen Erfolges ist für das nächste Jahr bereits eine Neuauflage der gelungenen Veranstaltung geplant.
Text/Foto: Mann





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Pilzwanderung Bild4   Persönliche Ausbeute